Haare färben – Wie schädlich ist es?

Natürlich ist es toll, sich hin und wieder einen komplett neuen Look zu verpassen und sich dabei irgendwie auch selbst neu zu erfinden. Da wir unserem Friseur aktuell leider keinen Besuch abstatten können, sind wir ja mehr oder weniger dazu gezwungen, unseren Haaren eine Auszeit zu gönnen. Unser Haar wird darüber vermutlich sehr glücklich sein, denn die ständigen Einwirkungen durch Färben und Tönen belasten unser Haar extrem.

Aber warum eigentlich?

Viele Haarfarben legen sich wie ein Film um das Haar. Ähnlich wie bei Silikonen ist es für unser Haar dann schier unmöglich, Pflegestoffe aus Produkten aufzunehmen. Zudem dringen die Haarfarben tief in unser Haar ein und zerstören es, wodurch Spliss und Haarbruch entstehen kann.

Leider sind die Stoffe in Haarfarben aber nicht nur schädlich für unser Haar, sondern sie können auch unsere Gesundheit schädigen. Da Colorationen und Tönungen meist auch sehr lange Einwirkzeiten haben, haben die Produkte auch sehr lange Kontakt mit unserer Haut.

Wie funktioniert das Haarefärben eigentlich?

Damit die Farbpigmente besser am Haar haften, muss die schützende Schuppenschicht der Haare geöffnet werden. In den meisten Haarfärbemitteln wird dafür Ammoniak verwendet. Durch Bleichmittel wie Wasserstoffperoxid quillen die im Färbemittel enthaltenen Farbpigmente auf und dringen in das Haar ein.

Tönungen enthalten kein Bleichmittel. Sie dringen deshalb nicht in das Haar ein, sondern legen sich nur wie ein Film darauf. Leider enthalten auch Tönungen viele gesundheits-schädigende Inhaltsstoffe.

Welche Inhaltsstoffe sind besonders gefährlich?

PPD:
PPD ist eine aggressive, chemische Verbindung, die zwar in Kosmetika verboten ist, aber für Haarfarben verwendet werden darf. Durch PPD können Allergien ausgelöst werden und Ekzeme verursacht werden.

Ammoniak:
Ammoniak ist für den starken Geruch von Haarfärbemitteln verantwortlich. Haar und Kopfhaut quillen durch Ammoniak auf, wodurch ebenfalls weitere Schadstoffe leichter in die Haut eindringen können. Durch Ammoniak wird das Haar außerdem stumpf, da die Haarstruktur bis zu den Haarwurzeln geschädigt wird. Das Haar wird nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt und Haarausfall kann die Folge sein.

PEG:
PEG macht die Haut durchlässiger für Schadstoffe und kann Allergien verursachen.

Resorcin/ Resorcinol:
Ein weiterer Übeltäter, welcher Allergien verursachen kann und sogar im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Es gibt aber einige natürliche Helfer, die deine Haarfarbe verändern können. Vielleicht können wir die Zeit aktuell nutzen, um ein paar von ihnen einfach mal auszutesten.

Natürliche Helfer, um deine Haarfarbe zu ändern:

Aufhellen der Haare durch:
Kamillentee, frischen Zitronensaft, selbst gemachtes Salzwasser

Dunkler färben:
Schwarzer Tee, Walnuss-Schalen, Kastanienblätter, Kaffee

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