Gesunde Kopfhaut = Gesundes Haar?

Wenn wir uns mit dem Thema schönes, gesundes Haar auseinandersetzen, vergessen wir leider viel zu oft, unserer Kopfhaut genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Das wollen wir ändern und haben euch die wichtigsten Fakten zum Thema Kopfhaut zusammengefasst.

Wie ist unsere Kopfhaut eigentlich aufgebaut?

Unsere Kopfhaut besteht aus mehreren Schichten wie den Haarwurzeln und den Haarfollikeln, welche die Haarwurzel umgeben und das Haar in der Kopfhaut verankern, sowie den Talg- und Schweißdrüsen und Immunabwehrzellen. Unsere Kopfhaut hat also viele verschiedene Aufgaben und ist neben dem Haarwachstum auch für den Flüssigkeitsaustausch und die Temperaturregulation zuständig.

Unsere Kopfhaut gehört allerdings zu den empfindlichsten Regionen des Körpers und reagiert sehr stark auf externe und interne Einflüsse. Deshalb kommt es leider oft zu Störungen der Kopfhaut, wenn wir ihren Ansprüchen nicht gerecht werden.

Welche Störungen der Kopfhaut können auftreten?

Störungen unserer Kopfhaut zeigen sich durch Trockenheit, Jucken, wunde Stellen und Entzündungen oder ein zu schnelles Nachfetten deiner Kopfhaut.

Warum ist meine Kopfhaut trocken?

 Wenn deine Kopfhaut trocken ist, bedeutet das, dass die Talgdrüsen der Kopfhaut zu wenig Talg produzieren und so die natürliche Feuchtigkeitsbalance gestört ist. Folglich wird deine Kopfhaut nicht mit genügend Nährstoffen versorgt und wird trocken und gerötet. Außerdem können Schuppen und Juckreiz damit einhergehen.

Meist Kratzen wir dann leider, wenn auch unbemerkt, was deine Kopfhaut schädigt und die Symptome wie Rötungen, Schmerzen und Schuppen noch mehr verstärkt. Durch das Kratzen können zusätzlich Entzündungen mit Narbenbildung entstehen, welche die Haarwurzeln beschädigen. Folglich kann es zu mechanisch bedingtem Haarausfall kommen.

Warum ist meine Kopfhaut fettig?

 Eine fettige Kopfhaut entsteht durch eine zu hohe Talgproduktion, wodurch ein Überschuss an Talg entsteht. Wenn du zu fettiger Kopfhaut neigst, wirkt dein Haar und Haaransatz schnell strähnig, auch Fettschuppen und Juckreiz sind möglich.

Aber wir entstehen eigentlich diese Störungen der Kopfhaut?

Bei den Faktoren für Probleme unserer Kopfhaut müssen wir in äußere und innere Faktoren unterscheiden.

Äußere Faktoren:

Zu häufiges Waschen:
Die Haut kommt mit ihrer natürlichen Talgproduktion entweder nicht hinterher und trocknet aus oder produziert zu viel Talg nach, was zu fettiger Kopfhaut führt.

Falsche und aggressive Haarpflege:
Für eine gesunde Kopfhaut solltest du zwingend auf eine milde und natürliche Pflege setzen, welche frei von aggressiven Inhaltsstoffen ist, die deine Kopfhaut reizen.

Ständiges Bürsten:
Dadurch wird die Talgproduktion deiner Kopfhaut angeregt und ein fettiger Ansatz kann die Folge sein.

Trockene Heizungsluft:
Die Haut wird unzureichend mit Feuchtigkeit versorgt und trocknet aus.

Umweltfaktoren:
Wie z.B. übermäßige UV-Strahlen, Kälte, Hitze, Wind und Luftverschmutzung können deine Kopfhaut austrocknen.

Übermäßige Hitze:
Versuche auf zu heißes Föhnen zu verzichten. Außerdem solltest du dein Haar nur mit lauwarmen Wasser waschen. 

Innere Faktoren:

Veranlagung:
Hier solltest du unbedingt mit milden Reinigungs-
produkten gegensteuern.

Stress:
Stress kann zu einer Übersäuerung der Kopfhaut führen.

Ungesunde Ernährung + zu wenig trinken:
Eine schlechte Ernährung und eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme kann sich auch auf deine Haut auswirken. So wird sie anfälliger für Hautkrankheiten, wie z.B. Schuppenflechte oder trocknet aufgrund der zu geringen Flüssigkeitsaufnahme aus.

Hormonelle Veränderungen/ Schwankungen:
Durch hormonelle Veränderungen kann es zum Beispiel zu einem Estriolmangel kommen. Estriol ist ein Hormon, das u.a. für Befeuchtung der Haut zuständig ist. Bei einem Estriolmangel kommt es folglich zu einem Austrocknen der Haut.

Du bist dir nicht sicher, ob deine Kopfhaut im Ungleichgewicht ist? Mit unserem Selbsttest kannst du herausfinden, ob deine Kopfhaut gesund ist.

Selbsttest – gesunde Kopfhaut

  1. Farbe:

Eine gesunde Kopfhaut ist weißlich transparent, ohne Rötungen. Wenn du sie mit dem Finger berührst, wird sie für einen kleinen Moment leicht rosa, was für eine gute Durchblutung spricht.

  1. Oberfläche:

Fahre mit den Fingerkuppen in kreisenden Bewegungen über deine Kopfhaut. Wenn deine Kopfhaut gesund ist, bleiben keine Rückstände an deinen Fingern. Eine ungesunde Kopfhaut kann sich mit zurückbleibenden Hautschuppen oder einem Fettfilm bemerkbar machen.

  1. Gefühl:

Wie fühlt sich deine Kopfhaut an, nachdem du mit kreisenden Bewegungen über sie gefahren bist? Wenn sie spannt, ist das ein klares Zeichen für eine trockene und empfindliche Kopfhaut.

Wir dürfen also nicht vergessen, dass gesunde Haare mit gesunder Kopfhaut einhergehen. Wenn deine Kopfhaut nicht gesund ist, nimmt auch die Haarqualität immer weiter ab. Auf welche Inhaltsstoffe du unbedingt verzichten solltest, wenn du dich nach gesunder Kopfhaut sehnst und mit welchen Produkten du deiner Kopfhaut etwas Gutes tun kannst, verraten wir euch im nächsten Blogpost.

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